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Entstehungsgeschichte der Insel Rügen

Mit 967 km² ist Deutschlands grösste Insel deutlich grösser als beispielsweise Berlin, hat aber mit gut 70.459 Einwohnern (Stand
31.Dezember 2006) viel weniger Bevölkerung als diese Stadt.
Durch die stark zerklüftete Landschaft verfügt Rügen über eine Küstenlänge von insgesamt 574 km. Eine Folge der einzigartigen Zer-
stückelung ihrer Topographie. Kein Ort auf der Insel ist weiter als acht Kilometer vom Wasser entfernt und dies trotz einer maximalen Aus-
dehnung von 52 km (von Süd nach Nord) und einer maximale Breite von 41 km im Süden.

Die Insel wird von Wieken (weitgeöffnete Meeresbuchten; die grössten sind die Tromper Wiek im Norden und die Prorer Wiek im Osten) und Bodden (fast vollständig von Land eingeschlossene Meeresbuchten; hier sind der Greifswalder Bodden im Süden und der Jasmunder Bodden in der Mitte der Insel erwähnenswert) umgeben.
Die vielen Buchten Rügens bringen auch Küstenvorsprünge hervor. Man nennt sie “Peerd” (slawisch) oder “Hövt” (deutsch).
Es sind meist wuchtige Felsen, die kraftvoll der brausenden See entgegenstehen.

Blick-von-GranitzRügen besteht aus dem “Hauptland” (das Dreieck Bergen-Garz-Gingst) und vier grösseren Halbinseln. Jede dieser vier hat einen individuellen Charakter:

  • ganz im Norden das flache Wittow
  • im Nordosten der fast gebirgige Jasmund
  • im Südosten das zerklüftete Mönchgut
  • im Süden die kleine Halbinsel Zudar

Im Westen ist das Inselland weitgehend flach, im Osten hingegen hügelig und bis zu 161 Meter hoch. Die 120 Meter schroff ins Meer abfallenden Kreidefelsen nördlich von Sassnitz sind einzigartig in ganz Europa.

Topographie Rügens

Wie genau die skurrile Topographie Rügens entstanden ist, vermag keiner genau zu
sagen.
Augenzeugen gibt es leider keine.
Wahrscheinlich ist aber, dass an Stelle des heutigen Pommern ganz früh ein Meer wogte.
Auf dessen Grunde müssen Unmengen an Kreide abgesetzt wurden sein, die von Kalkschalen abgestorbener Tiefseetierchen stammte.
Im Laufe der Jahrtausende wurden enorme Mengen an Kreide gebildet, die dann durch gebirgsbildende Vorgänge der Erdrinde angehoben wurden und sich gegeneinander verschoben haben. Dadurch enstanden die schroffen Kreidefelsen.Königsstuhl
Darauffolgend muss sich das Land nochmals gesenkt haben. Das Meer konnte weit ins Land vordringen (Entstehung Jasmunder Bodden) und nur die höchsten Punkte ragten noch heraus und bildeten eine Inselgruppe.

Vor ca. 18.000 Jahren, während der letzten Eiszeit, kamen von Norden gewaltige Gletscher über die Insel und brachten riesige Granitblöcke aus den skandinavischen Gebirgen mit. Nach der Eisschmelze (ca. 12.000 v.Chr.) blieben einige Blöcke - Findlinge genannt - vor der Küste Rügens liegen, wo man sie noch heute betrachten kann. Der grösste und bekannteste Granitblock ist der Buskam bei Göhren.
Mit über 1600 Tonnen ist er ein echtes Schwergewicht und sieht von der Küste aus wie eine kleine Insel.
Nach der Eisschmelze blieben aber auch noch eine Menge Erde und Geröll zurück, die sogenannten Moränen. Sie formten das typische Landschaftsbild Rügens: die hügeligen Endmoränen im Osten und fruchtbare flache Grundmoränen im Westen der Insel.

Die Erdgeschichte ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen und dieser stete Prozess bewirkt.  Veränderungen. Auch Rügens Küsten sind ständiger Bewegung ausgesetzt. Die Ostsee nagt unaufhörlich an den Kreidefelsen.
Ein gegenwärtiges Beispiel hierfür geben die Wissower Klinken. Sie waren eine Kreide-
formation im Nationalpark Jasmund und lange Zeit eine der Haupttouristenattraktionen der Insel.
Am 24. Februar 2005 rutschten die beiden bis
zu 20 Meter hohen Hauptzinnen ins Meer. Dabei wurden etwa 50.000 Kubikmeter Kreide in die Ostsee gerissen und liessen von der ursprünglichen Formation nur noch wenig übrig. Ursache war neben der Meeresbrandung, die ständig die Küstenlinien formt, der Druck von eiszeitlichen Ablagerungen aus dem Landes-
inneren. Gefrorenes Niederschlagswasser sprengte dann nach Einsetzen von Tauwetter die Felsmassen ab.
Was einer Orts abgetragen wird, lagert sich woanders wieder ab. Die Schaabe und Schmale Heide sowie andere kleine Nehrungen sind so entstanden wie auch Strandseen (Schmachter See bei Binz). Alles langsam verlandende Ostseebuchten.


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Siedlungsgeschichte der Insel Rügen

Bereits während der Mittleren Steinzeit
(8000-4000 v. Chr.) lebten schon Menschen auf Rügen, das damals noch zum Festland gehörte. Dies belegen einige wenige Siedlungsplätze. Deutliche Zeugnisse sind noch heute von der germanischen Urbevölkerung aus der Jüngeren Steinzeit (3000-1500 v. Chr.)
zu erkennen: die damaligen Rügenbe-
wohner bauten für ihre Toten sogenannte Dolmen (gewaltige GrossSteingräber). Noch heute kann man einige in der Landschaft verstreut sehen. Sie werden als Hünengräber bezeichnet, da man bei der gewaltigen Grösse der Gräber annahm, dass darin Hünen ruhten. Ziemlich unwahrscheinlich, da die Menschen früher viel kleiner waren.
Es kamen die Bronze und das Eisen (auf Rügen wurde Eisen erst sehr spät bekannt, im ersten Jahrhundert n. Chr.) und die Werkzeugherstellung triumphierte. Die Toten wurden nicht mehr in aufwendigen Steingräbern bestattet, sondern wurden verbrannt und die Urnen in kleineren
Hügel-oder Kegelgräbern beigesetzt.

Das grösste Grab - der Dobberworth- liegt bei Sagard. Es hat einen Umfang von
ca. 150m, ist 10m hoch und ragt, mit Bäumen bewachsen, mitten aus dem Feld. Ausserdem gibt es noch den Licham bei Ralswiek.


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Mit der Völkerwanderung änderte sich auch auf Rügen vieles. Im zweiten Jahrhundert
n.Chr. kamen die ostgermanischen Rugier.
Sie lebten mit den einheimischen Germanen friedlich bis dann ungefähr im vierten Jahrhundert die slawischen Ranen die Insel stürmten und die Germanen vertrieben.
Der Rugard bei Bergen, die Jaromarsburg am Kap Arkona und die Herhaburg nahe
Stubbenkammer künden noch heute vom Ostseezentrum der Slawen. Sie herrschten etwa 900 Jahre und trieben Handel bis in den Vorderen Orient. In drei Kriegen (1014, 1136 und 1147) versuchten die Deutschen, die Slawen von der Insel zu vertreiben. Leider erfolglos.
Die heidnischen Ranen zogen zudem aus zu Raubzügen in das christliche Umland, besonders gegen das damals sehr starke Dänemark. Das war ein Fehler. Nach einer Verheerung wurde es König Waldemar von Dänemark zu bunt. Mit Unterstützung des deutschen Kaisers Heinrich des Löwen wurde Rügen erobert und “verchristlicht”. Das Aus für das Heidentum war aber noch nicht das Ende der Slawen. Der Bruder (Jaromar I.) des gefangengenommenen Ranen-Fürsten Tetzlav hatte erkannt, dass er seine Macht nur sichern konnte, wenn er es mit den Deutschen und ihrem Glauben hielt. Er zog deutsche Einwanderer auf die durch die Kriege ziemlich entvölkerte Insel und stiftet 1193 auch das Zisterzienserkloster zu
Bergen. Der slawische Bevölkerungsteil wurde bald zur Minderheit.

Über dreihundert Jahre gehörte Rügen zu Pommern. 1637 erlosch auch dieses Fürsten-
haus. Danach viel Rügen an Schweden. Die Skandinavier blieben jedoch der Insel fern und somit blieben die Bewohner deutsch. Die knapp 180 Jahre Schwedenzeit hinterliess kaum Spuren.
Im 12. Jahrhundert wanderten die Nieder-
sachsen ein und die Bevölkerung blieb weit-
gehend unter sich. Mit zunehmender Industrialisierung zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts zogen vor allem die jungen Arbeitskräfte weg von der Insel, weil sie keine beruflichen Perspektiven sahen. Das Bevölkerungswachstum stagnierte. Es gab nur wenige Zuzüge. In den 30er Jahren gab es nur auf Mönchgut eine überwiegend homogene Inselbevölkerung mit eigenem Dialekt, Trachten und überlieferten Lebensformen.
Seit dem zweiten Weltkrieg hat sich auch dieses geändert. Eine Bevölkerungsver-


Guts-und Herrenhäuser auf Rügen

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schiebung von Ost nach West hinterliess auf der Insel deutliche Spuren. Fast jeder dritte Inselbewohner war 1950 Heimatvertriebener.
Zudem veränderten Wegzüge in den Westen oder in grössere Städte der DDR die Bevölkerungsstruktur.
Heute sinkt ebenfalls die Einwohnerzahl. Seit 1999 verlassen über 5.000 Personen jährlich die Insel. Ein Mangel an Nach-
wuchs- und Fachkräften besonders in der Tourismusbranche auf Rügen ist zu ver-
zeichnen, da zunehmend die Jugend abwandert. Fehlende Arbeitskräfte werden aus anderen Bundesländern eingekauft, wodurch es zur Erhöhung des Anteils von Bevölkerungsgruppen führt, die nicht auf Rügen geboren wurden.
Dies hat wiederum Konsequenzen für die Wahrung oder Herausbildung einer echten “Rügen-Identität”.
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